Diagnose Demenz, was nun?

Sie sorgen sich um einen Menschen, bei dem Demenz diagnostiziert wurde. Ihnen geht nun bestimmt viel durch den Kopf. Sie sollten sich professionelle Unterstützung suchen, damit dieser Mensch gut versorgt wird. Sie können sich an verschiedenste Beratungsstellen in ihrer Umgebung wenden:

Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände

Demenzservice NRW

Pflegeberater bei Ihrer Krankenkasse

Pflegestützpunkte in Ihrer Gemeinde

Dort erhalten Sie einen Überblick über die verschiedensten Versorgungs- und Betreuungsmöglichkeiten und im Einzelfall kann eine Vermittlung erfolgen. Bringen Sie in Erfahrung, ob es in Ihrer Nähe eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz gibt. Ein Austausch mit anderen Betroffenen kann Ihnen helfen, die Situation besser zu verarbeiten.

Auch mit Demenz geht für alle Beteiligten das Leben weiter. Planen Sie zum jetzigen Zeitpunkt zusammen mit dem Betroffenen entscheidende Maßnahmen für die Zukunft. Helfen Sie Vorsorge zu treffen. Sprechen Sie mit dem Betroffenen über:

Sie sollten den Menschen mit Demenz darauf aufmerksam machen, dass es wichtig ist zu klären, wer ihn/sie später rechtlich vertritt. Oder, wer die Finanzen vertrauensvoll verwalten soll und stellvertretend wichtige Entscheidungen treffen kann.

Beziehen Sie den Menschen mit Demenz in die Organisation dieser Dinge mit ein. Entscheiden Sie nicht über seinen Kopf hinweg. Reden sie miteinander und erfahren Sie dabei mehr über die jeweiligen Wünsche und Erwartungen. Gespräche erleichtern Sie und tragen zur Klärung bei. Je mehr Einblicke Sie erhalten, umso besser kann die spätere Versorgung gelingen.

Gefördert durch die Ferdinand-Heye-Stiftung