Medikamentengabe bei herausforderndem Verhalten

Es gibt viel zu beachten!

Kategorie: 
Aktuelles
Datum: 
29.06.2017
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Liebe Freundinnen und Freunde des KZD,

unter herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz kann sich fast jeder etwas vorstellen. Wenn das stete Rufen oder Schlagen für alle Beteiligten unerträglich wird und eine psycho-soziale Intervention in Form von Tanztherapie oder Berührungen etc.  keine Abhilfe schafft, wird der behandelnde Arzt gerufen. Dieser sollte die Medikamentenverordnung nicht nur an einer Momentaufnahme festmachen, sondern auch auf Aussagen des Pflegepersonals und/oder der Angehörigen stützen. In welcher Situation tritt das Verhalten auf? Gibt es verschiedene Ausprägungen? Ist der Betroffene zu beruhigen?  Aber auch nach der Medikamenteneinnahme ist die Beobachtung durch das Pflegepersonal unerlässlich. Kommt der Betroffene zur Ruhe oder verschlechtert sich sein Zustand? Zudem muss man die Nebenwirkungen bzw. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten  berücksichtigen. Es gibt vieles zu beachten: So empfiehlt man bei Menschen mit Demenz nur bedingt  die Gabe von Antipsychotika. Die Behandlung sollte mit einer geringstmöglichen Dosis und nur für eine kurze Dauer erfolgen. Die Kurzzeit- und Langzeitfolgen können in den Leitlinien Demenz nachgelesen werden. Die Leitlinien geben einen guten Überblick über relevante Themen im Demenzbereich. Reinschauen lohnt sich!

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Gefördert durch die Ferdinand-Heye-Stiftung