Düsseldorfer Charta

für den Umgang mit Menschen mit Demenz im Krankenhaus

Kategorie: 
Aktuelles
Datum: 
30.08.2017
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Liebe Freundinnen und Freunde des KZD,

endlich hat Düsseldorf seine eigene Charta. Viele Krankenhäuser in Düsseldorf haben sich verpflichtet, die Standards zu implementieren.
Krankenhausaufenthalte stellen für Menschen mit Demenz eine große Herausforderung dar. Neue Umgebung, Hektik: All das kann zu erheblicher Desorientierung führen. Aber auch das Personal und die Angehörigen sind häufig mit der Situation überfordert. Wie verhält man sich deeskalierend? Wie sieht die Bedürfnislage der Betroffenen aus? Und, wie kann man die Räumlichkeiten adäquat gestalten? Die Düsseldorfer Charta versucht genau diese Fragen zu beantworten. So wird vorgeschlagen, dass bei der Aufnahme ein Screening durchgeführt wird. Hier kann man im Vorfeld feststellen, ob eine Demenz vorliegt und wenn ja, wie weit Sie fortgeschritten ist. Zudem wird „Rooming-In“ empfohlen. Angehörige können während des Aufenthaltes mit im Zimmer übernachten. Die Räumlichkeiten sollten nach den heutigen innenarchitektonischen Standards für Menschen mit Demenz gestaltet werden. Demnach sind beispielsweise die Flure gut auszuleuchten.
Die Charta zeigt praxisnahe Beispiele auf, die man jetzt noch in die Tat umsetzten muss. Wir hoffen sehr darauf!

„Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muß auf Wechsel gefasst sein.“ Johann Wolfgang von Goethe

 

Düsseldorfer Charta

Gefördert durch die Ferdinand-Heye-Stiftung